Langzeitreise

Tschüss Deutschland – Hallo Südostasien

Es ist Ende November 2019 und ich wage es. Ich gehe alleine mit meinem 2,5-jährigen Märzmädchen auf unbestimmte Zeit aus Deutschland weg. Es geht nach Südostasien. Ein Jahr habe ich mich darauf vorbereitet. Aber was genau ist der Plan? Gibt es einen Plan? Wie stell ich mir das alles vor?

Open End nach Südostasien

Wir sind dann mal weg

Unser Start: Bangkok

In Thailand haben wir 30 Tage kostenfreies Visum. In Bangkok kommen wir erstmal einige Tage in einem Low Budget Hotel mit Pool unter. Der einzige „Luxus“ auf unserem Weg. Denn erfahrungsgemäß ist Bangkok übertrieben heiß und stickig. Ich möchte die Option auf Erholung haben nach der langen Reise alleine mit ihr und den Monaten mit Wohnungsauflösung etc. Der Jetlag und der Klimawechsel werden uns Kraft kosten bzw. mich. Ich habe uns etwas in der Nähe des Skytrains gesucht, da ich mit ihr mobil sein möchte. Dieser ist die überirdische U-Bahn Bangkoks und mit ihm kommen wir auch ganz gut und vor allem günstig ins kostenfreie Kindermuseum. Denn von nun an heißt es wirklich sparsam unterwegs sein. Noch mehr als früher.

Die weiteren Monate in Südostasien: Von Thailand nach Kambodscha

Die kommende Zeit ist nicht durchgeplant. Aber ich setze uns ein knappes Monatsbudget. So muss ich nicht allzu viel arbeiten und habe mehr Zeit mit meiner Tochter. In 6 Tagen schlafen wir in einem 12-Bett-Zimmer im Hostel: Raus aus der Comfortzone und rein eine neue Erfahrung. Ich hab mächtig Bock drauf! Wir werden Anfang Dezember dann das erste Mal gemeinsam Couchsurfen: Am Meer bei einer Familie.

Ich möchte mit weniger als 500 Euro pro Monat auskommen. 80 Euro davon sind (leider) schon monatlich Krankenversicherung. Ich möchte maximal 200 Euro Miete pro Monat zahlen. Eigentlich eher 150 Euro. Das muss man aber erstmal finden. Daher geht’s unter anderem nach Kambodscha, denn über den Winter ist Hochsaison in Südostasien und dem versuche ich aus dem Weg zu gehen.

Bis auf den Flug nach Thailand fliegen wir künftig nicht mehr! Wir werden auf dem Landweg nach Kambodscha fahren (Bus, Zug oder trampen) und dort womöglich zwei Monate unterwegs sein bzw. leben. Kambodscha hat mir während meiner Elternzeitreise mit ihr besonders gut gefallen. Die meisten Leute sprechen super Englisch. Es ist sehr kostengünstig und die Menschen sind herzlich und offen. Es gibt noch nicht so viele Touristen wie in Thailand, aber es ist touristisch dennoch gut erschlossen. Man kommt super von A nach B. Es zieht mich einfach ans Meer und Kambodscha bietet uns da gute und günstige Optionen.

Und danach?

Route 1: Thailand- Kambodscha-Vietnam-Kambodscha-Thailand-Malaysia oder Route 2: Thailand-Kambodscha-Vietnam-Laos-Thailand-Malaysia

Nach unserer Zeit in Kambodscha werden wir wahrscheinlich über Vietnam einen kostenfreien Visarun (15 Tage) machen und dann geht es die Strecke wahrscheinlich wieder zurück. So genau weiß ich das noch nicht.

Vielleicht reisen wir nach unseren Monaten in Kambodscha aber auch durch Vietnam mit dem Zug und reisen von Norden über Laos zurück nach Thailand. Mal schauen. 😊 Vietnam reizt mich auch wieder sehr.

Für die, die es noch nicht wussten: In Südostasien hat man nämlich meistens nur 30-90 Tage (kostenpflichtiges) Visum, je nach Land. Meistens allerdings nur 60 Tage, wenn man es einmalig verlängert. Wir bleiben also erstmal in Bewegung. Nomaden-Style.☺

Finanzierung vor Ort

Ich habe keinen 100%igen Plan. Es wird eine Mischung aus Online arbeiten (Texter Jobs und mein „Reisen mit Kind Coaching“ , Couchsurfing und Freiwilligenarbeit vor Ort werden. Die Freiwilligenarbeit suche ich über Plattformen wie Helpx oder Workaway oder auch vor Ort. Die Couchsurfing App habe ich auf dem Handy parat.

Was ist mein Ziel?

Frei leben! Selbstbestimmt sein! Zeit mit meiner Tochter. Ich wünsche mir, dass ich irgendwann einen Ort finde, an dem ich mich zu Hause fühle. Einen Ort, der uns beiden gut tut. Ein Ort, an dem wir liebe Menschen um uns haben und ein Teil von etwas sind. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir diesen Ort erstmal in Südostasien finden oder aber auch in einigen Jahren in Europa oder sonst wo in einer Gemeinschaft mit anderen Familien gleicher Lebensform und Einstellung. Das fände ich toll. Mein Herz schlägt ja nach wie vor für Italien. Deutschland schließe ich derzeit leider davon aus.

Aber zuerst einmal wartet Südostasien auf uns…

Jenny

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