mut
Persönliches

Über Mut

auswanderung kind

„Du bist aber mutig, dass du alleine mit deiner Tochter so weit weg fliegst.“ „Da gehört aber eine Menge Mut dazu!“ „So mutig wie du, wäre ich nie!“ „Du bist echt mutig, dass du mit deiner Tochter Deutschland verlassen
willst.“ 
Das waren einige Sätze, die mich die letzte Zeit in Deutschland ständig begleitet haben.

Aber ich habe mich nie davon angesprochen gefühlt. Bei einem Spaziergang an einem regnerischen Herbsttag habe ich darüber nachgedacht. Warum ist das so? Warum empfinde ich mich selbst nicht als mutig? Was läuft hier verkehrt? Ist das mutig, was ich tue?

 

Definition von Mut

Schauen wir uns das mal genauer an. Der Duden beschreibt „Mut“ folgendermaßen:

Mut, der:

  • Fähigkeit, in einer gefährlichen,
    riskanten Situation seine Angst zu überwinden; Furchtlosigkeit angesichts einer
    Situation, in der man Angst haben könnte
  • [grundsätzliche] Bereitschaft, angesichts
    zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält

AHA! Wie spannend.

Für mich ist es nämlich keineswegs so, dass ich mit Nachteilen rechne. Ich bin davon überzeugt, für eventuelle Probleme Lösungen finden zu können.

Und ich habe keine bis kaum Angst, denn ich habe VERTRAUEN. Ich vertraue, dass dieser Weg gerade der richtige für den jetzigen Moment ist und nur das zählt. Dass das Gute zu uns kommt bzw. uns begleitet.

Wo ist die Angst?

Ich mache keinen 10-Jahresplan und halte mich bei diesen ständigen Fragen danach auch zurück. Denn Sorgen machen und „Was ist denn, wenn…?“ bringt mir gar nichts. Nie. Denn genau dann kommt sie doch: Die Angst. Und diese Angst hält uns davon ab, Dinge zu tun, die uns bereichern werden, uns aber noch fremd sind.

„Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte“ (Duden). Als furchtlos würde ich
mich nicht beschreiben. Ich habe Respekt davor, was da vor mir liegt und nur eine winzige Vorstellung oder Idee davon, wie es laufen könnte. Aber wie oben bereits geschrieben, bin ich sicher, Lösungen finden zu können und dafür sorgen zu können, dass es uns beiden gut geht.

Dass „man Angst haben könnte“, schreibt der Duden. Ja natürlich könnte man davor Angst haben. Man kann vor allem Angst haben. Ich weiß genau, wovon ich da rede. Das ist alles eine Frage der Gedanken. Kontrollierst du deine Gedanken, steuerst du deine Gefühlswelt und deine Sicht auf die Dinge. Nach Jahren, in denen mich Angststörungen geplagt und (räumlich und zwischenmenschlich) eingeschränkt haben, habe ich nun endlich das positive Denken verankern können. Ich weiß, ich bin für meine Gedanken und für mein Glück verantwortlich. Ich möchte mich aus der „vermeintlichen“ Sicherheit Deutschlands lösen und neue Erfahrungen machen. Ich möchte wachsen.

Mutig: Ja oder Nein?

Ich persönlich würde mich nicht als mutig bezeichnen. Ich folge meinem Herzen und folge dem Weg des Vertrauens. Ganz selbstbestimmt und voller Freude. Denn: „Life happens FOR me.“ Das Leben geschieht FÜR mich. Für Dich. Wir haben es in der Hand. Ich entscheide mich für das Glück. Für Fülle und Vertrauen.

Möchtest du die Entscheidung zu meinem Herzensweg lesen? Dann schau hier: http://www.zweiumdiewelt.de/entscheidung-zum-herzensweg/

mut

Ein Kommentar

  • Katja

    Tolle Gedanken zum Thema Mut. Sehe ich sehr ähnlich. Ich glaube wenn es sich so gut anfühlt, was man tut oder vor hat, ist es nur ein logischer Schritt und man tut es „einfach“. Mit allem was dazu gehört 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.